Für den Menschen

Bei uns gibt es massgeschneiderte Kurse, Unterricht und Farm-Aufenthalte für Pferdebesitzer und Reiter oder Menschen, die dies werden wollen: Sitzlongenunterricht, Klassische Dressur, Chiron-Springen und allgemeines Pferdewissen bilden dich weiter oder bereiten dich auf ein Leben mit Pferd vor. Ich unterrichte auch auswärts und bin 1-2x pro Jahr in Europa. Aber hier erst mal mehr zu den verschiedenen Themen:

Sitzlonge

  • Du möchtest dich auf nichts anderes als dich selbst konzentrieren können?
  • Es haben sich ein paar Sitzfehler eingeschlichen oder du fühlst dich in deinem Bewegungsradius beim Reiten eingeschränkter als früher?
  • Du möchtest Reiten lernen?

Dann ist Sitzlongenunterricht für dich ideal. Bei der Sitzlonge kann der Reiter intensiv an sich arbeiten, ohne sich um das “Lenken” des Pferdes kümmern zu müssen. So können dessen Bewegungen, Fussfolge und Takt wahr- und aufgenommen und die eigenen Bewegungen angepasst, verbessert und verfeinert werden. Wichtig ist ein korrekter, tiefer Sitz. Der Reiter erspürt und verbessert seinen Sitz in allen drei Gangarten und verfeinert die Hilfengebung mit Schenkeln, Gewicht und Oberkörper, sowie die gefühlvolle Zügelführung. Ich lege viel Wert auf die innere Einstellung und bereichere meinen Unterricht mit Visualisierungen und Gymnastikübungen, die Körperbewusstsein und –haltung verbessern.
Durch das Einbauen verschiedener Übungen, zum Teil nach Feldenkrais, wird abwechslungsreich der gute Dressursitz in allen Gangarten erfühlt, wahrgenommen und umgesetzt. Ich gebe auch Hinweise zu Ausgleichssport oder Dehnungsübungen, welche dem Reiter den Sitz oder die Haltung verbessern helfen oder Verspannungen zu lösen vermögen.

Mit Hilfe von gezielten Übungen können persönliche Probleme wie unruhige Hände oder Schenkel, Mühe beim Aussitzen etc. dank vielfältiger, zweckmässiger Gestaltung des Unterrichts und mittels mannigfaltiger Übungsmittel bereinigt werden. Auch das Springen von kleinen Hindernissen kann an der Longe geübt werden.

Wer sich etwas eingerostet fühlt oder generell auf eine gute Muskulatur Wert legt, der wird die vielen verschiedenen Gymnastikübungen mögen, mit denen ich in der Regel eine Sitzlongenstunde beginne.
Ziel ist die Stärkung der gesamten Rumpfmuskulatur, insbesondere Bauch und Rücken, sowie die Kräftigung von Schenkeln und Po. Dehnungsübungen und spezielle Übungen für Oberkörper, Schulterbereich und Arme runden das vollumfängliche Fitnessprogramm ab. Ganz nebenbei schult man sein Gefühl für Balance. Die Bewegungen des Pferdes sorgen für zusätzlichen Reiz; unscheinbare, am Boden einfache Übungen gewinnen an Schwierigkeit und machen den Unterricht effizient und meist auch ganz lustig.
Nach dieser Aufwärmphase arbeiten wir an deinem persönlichen Thema. Die eine oder andere Entspannungsübung schliesslich bildet den Abschluss der Lektion.

Wenn du ein braves, ruhiges und gehorsames Pferd besitzt, das sich Longieren gewohnt ist und bei Gezappel auf seinem Rücken nicht aus der Fassung gerät, können wir die Stunde auch mit deinem Pferd bestreiten. Ich longiere das mir fremde Pferd vor dem Unterricht gerne ein paar Minuten, damit es meinen Longierstil und ich seine Reaktionen kennenlernen kann.
Bei mir steht in der Regel ein sitzlongengewohntes Pferd zur Verfügung.

Klassische Dressur

Ist dein Ziel

  • ein gelöstes, freudig mitarbeitendes und durchtrainiertes Pferd?
  • Tanz statt Kampf, Freude statt Frust?
  • ein beinahe nur durch Gedanken, “unsichtbar” durch die Lektionen gelenktes Pferd?
  • Reiten bis in die höchsten Klassen mit leichter Zügelverbindung?

Ich kann dir mit gezielten Übungen, Übungsreihen und Arbeitsansätzen deine Wünsche zu erfüllen helfen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem guten Sitz des Reiters. Der ausbalancierte, zügelunabhängige, gefühlvolle Sitz garantiert auch Losgelassenheit beim Reiter und somit eine feine Hilfengebung.

Mit vielen verschiedenen Übungen wird eine vermehrte Gymnastizierung des Pferdes bewirkt. Dadurch lernt es die Hinterhand besser unterzusetzen und mehr Gewicht aufzunehmen. Die Erarbeitung von Lektionen mit höherer Versammlung bereiten sodann Pferd und Reiter keine grosse Mühe mehr.

Bei meinem Reitunterricht lege ich Wert auf den korrekten Umgang mit dem Pferd. Es soll konsequent, aber fair gearbeitet werden – mit möglichst feinen Hilfen – und vom Unterricht ebenso profitieren können. Es lernt über Gewichts- und Schenkelhilfen, sowie die Blickrichtung und die innere Einstellung des Reiters gelenkt zu werden. Ich bringe dich und dein Pferd mit abwechslungsreichen, effizienten Übungsfolgen, mit Seitengängen und Übergängen weiter auf dem Weg zur Einheit zwischen Mensch und Pferd.

Die Lösungsphase nimmt bei der Arbeit mit dem Pferd eine wichtige Position ein. Durch viele lösende Seitengänge, Tempovariationen und Übergänge wird das Pferd vorbereitet und aufgewärmt. Auf Wunsch kann das Pferd auch vom Boden aus durch Dressur an der Hand “eingelaufen” werden. Dies empfiehlt sich besonders im Winter, denn so werden die kalten Glieder des Reiters auch gleich aufgewärmt.

In der Arbeitsphase befassen wir uns mit pferdeeigenen oder Reiter-Pferd-spezifischen Anliegen, wie z.B. Anlehnung, Biegung und Geradestellen, Übergänge, Seitengänge, Galoppwechsel, Anpiaffieren etc.

Ganz wichtig zum Abschluss der Stunde ist die Abwärmphase. Ruhige Übungen mit viel Schritt, auch zur Kontrolle der vorhergehenden Arbeit, prägen den letzten Teil der Lektion. Da bietet sich aber auch die Gelegenheit, etwas für die Fitness und Beweglichkeit des Reiters zu tun, z.B. etwas Gymnastik zu Pferd.

Individuell auf Reiter und Pferd und deren Ausbildungsstand zugeschnitten, vermittle ich die Grundsätze der klassischen Dressur. Du nimmst mit deinem Pferd am Unterricht teil oder reitest eines meiner gut ausgebildeten Pferde.

Chiron Springen

  • Du möchtest in Einklang mit dem Pferd künstliche oder natürliche Hindernisse überwinden?
  • Du hast keine Lust, ständig an deinem rennenden Pferd zu zerren?

Der Chiron-Springstil ist auch sehr geeignet für Springanfänger oder ängstliche Springreiter. Der Reiter lernt einen ausbalancierten, leichten, aber stabilen Sitz im Gleichgewicht, das Pferd lernt selbständig mitzudenken und sich zu dehnen. Beide haben so nach kurzer Zeit viel Spass am Überwinden von Hindernissen aller Art.

Der Chiron-Springstil wurde vom Deutschen Rolf Becher nach den Gedanken des Italieners Frederico Caprilli († 1907) weiterentwickelt. Caprilli förderte einen Stil, bei welchem dem Pferd grösstmögliche Freiheit gelassen wurde, die “Schule des Nicht-Einmischens”: eine leichte Verbindung von der Trense zur weich mitgehenden Reiterhand und ein ausbalancierter Sitz mit angewinkeltem Körper und fundamentartigem Halt in den Bügeln, was den Reiter befähigt, elastisch im Gleichgewicht mit den Bewegungen des Pferdes mitzugehen.

Mit der Chiron-Methode wird das Pferd zur Selbständigkeit erzogen, sein Selbstbewusstsein wird gestärkt und sein Charakter positiv beeinflusst. Wichtigster Punkt ist das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter.

Die Basis des korrekten, pferdeschonenden Springsitzes ist das von Knie, Wade und Fuss gebildete Fundament und die Haltung des Oberkörpers. Durch das Tiefernehmen der Schultern, verschiebt sich die Hüfte nach hinten, wodurch ein Gewichtsdreieck aus Schulter, Hüfte und Fundament gebildet wird. Schulter, Knie und Bügeltritt stehen in einer Senkrechten übereinander. Der Steigbügel liegt unter der breitesten Stelle des Fusses, so dass das Gefühl am Boden zu stehen erzeugt wird. Die Hände folgen der Bewegung des Pferdehalses nach vorwärts-abwärts und lassen das Basculieren des Pferdes zu.

Wir beginnen mit Springsitz- und Rhythmusübungen – auch über Stangen und In-Outs -, welchen Übungen in der Gasse, das Reiten von Wendungen, die Arbeit über Stangen, fliegende Galoppwechsel, Arbeit über Staccionate und andere Stangenhindernisse und schliesslich das Überwinden von Naturhindernissen folgen.

Ich empfehle die Teilnahme am Unterricht mit deinem Pferd, kann aber auch eins von meinen zur Verfügung stellen.

Pferdeverhalten

Für den Umgang mit dem Pferd ist es besonders wichtig, zu wissen, was das Pferd durch seine Körpersprache ausdrücken will. Es ist ebenso wichtig zu wissen, warum, wann, wie ein Pferd re- oder agiert.

Das Pferd drückt sich vor allem mit seiner Körpersprache und seltener mit der Stimme aus.

Um die Kommunikation der Pferde untereinander kennen zu lernen, muss man sich viel Zeit nehmen. Wir müssen beobachten wie sich die Tiere verhalten, wie sie sich ihren Artgenossen mitteilen und wie sie auf solche Mitteilungen anderer reagieren.

Folgende Fragen gilt es zu klären:

  • mit welchen Körperteilen “redet” das Pferd?
  • welcher Körperteil drückt was aus?
  • wann wird welche Gestik oder Mimik eingesetzt?
  • verhalten sich alle Pferde gleich oder sind gewisse Individuen in der Gruppe anders?
  • was bedeutet das für mich?

Verhaltensstudien bedeuten Beobachten, Beschreiben und Interpretieren. Ich helfe dir dabei, Pferde richtig zu verstehen, gebe Denkansätze und erkläre die wichtigsten Verhaltensmuster.

Unsere 12 Pferde leben alle in einer grossen Herde und können sich auf verschiedenen Gebieten unseres Grundstücks mit je mindestens 12 ha frei bewegen. Es gibt somit unendlich viel Verhalten zu beobachten.